Jubiläumsspezial

 
 
 

 

Editorial

Das «manuell» feiert dieses Jahr sein 90-Jahre-Jubiläum und ist somit älter als der «Beobachter».

Am 15. Januar 1918 erschien die erste Ausgabe der Schweizerischen Arbeitslehrerinnen-Zeitung. Die Kriegswirren hemmten zwar die Vorbereitungen, aber unsere Pionierinnen liessen nicht locker. Sie wurden bestärkt durch den Elan und die Durchsetzungskraft von Johanna Schärer, der ersten Präsidentin des Verbandes, als dessen Organ die Zeitung ins Leben gerufen wurde.


Blättert man verschiedene Ausgaben aus den vergangenen 90 Jahren durch, so fällt auf, wie weltoffen, sachkritisch und mit welch ansteckendem, innerem Feuer die Frauen in der Gesellschaft für ihr Fach, ihre Bildung und jene der ihnen anvertrauten Kinder einstanden.

Diesem Engagement fühlt sich auch das heutige «manuell»-Team verpflichtet. Nach wie vor gilt es, ohne Scheuklappen durch die Welt zu gehen, offen für Neues, aber auch das Wertvolle bewahrend zu sein. Im handwerklichen Unterricht und beim kreativen Werken zu Hause können viele positive Kräfte aufgebaut werden. Wer sich manuell betätigen kann, erfährt, dass er selber etwas zustande bringt. Wer sich kreativ und schöpferisch spürt, gewinnt an Selbstvertrauen und Eigenständigkeit. Beides ist kostbar für ein gelungenes Leben im weitesten Sinne.

 

Auch Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sollen in unserem Jubiläumsjahr bereichert werden. In jeder Ausgabe werfen wir auf mindestens vier zusätzlichen Sonderseiten zwischen dem Themen- und dem Kreativteil ein Schlaglicht auf jeweils zehn Jahre Arbeitslehrerinnen-Zeitung, SALZ, T&W oder «manuell». Wir picken Themen heraus und stellen sie in den heutigen Kontext. Spannend zu sehen, was sich verändert hat, aber auch, was erhalten geblieben ist.


Annemarie Kooreman Fitze

Claudia Hanselmann

Tamara Mattiussi–Tschuor

 
 
 

Hier finden Sie einige Ausgaben der ersten Stunde, die wir für Sie als PDF-Downloads aufbereitet haben.

 

Arbeitslehrerinnen-Zeitung 1/1918.pdf

Arbeitslehrerinnen-Zeitung 2/1918.pdf

Arbeitslehrerinnen-Zeitung 3/1918.pdf



Also besonderes Geschenk an Sie, überreichen wir Ihnen das «manuell» Nr. 1/2-2008 als Gratis-Download:

 

komplette Ausgabe 1/2-2008.pdf

 
 
 

 
 
 
 

manuell macht Mut

Zwar heisst sie nur «manuell», aber diese Zeitschrift spricht ebenbürtig Herz, Hand und Kopf an. Gerade in der heutigen Zeit, wo man leider Bildung fast nur über die Kosten definiert, ist es so wohltuend, wenn sich engagierte Leute wirklich mit den Inhalten, mit dem Gestalten befassen.

Das Werken an den Schulen hat einen Tiefpunkt erreicht und wird mancherorts regelrecht verdrängt. Das ist ein grober Fehler, denn mit dem Werken werden nicht nur Fertigkeiten weitergegeben und Fleiss und Geduld geübt, es wird dazu ermuntert, selber zu formen und zu gestalten.
Die Zeitschrift «manuell» setzt hier ein. Sie hat eine anregende Aufmachung, mit dem angegebenen Schwierigkeitsgrad wird Mut gemacht, und es gelingt dem Team, mit seinen Beiträgen Berufsleute anzusprechen, aber auch all jenen, die gerne gestalten, viele Impulse weiterzugeben.

Was mir besonders gut gefällt: die Vorschläge sind nicht elitär, sondern einfach erstklassig, kreativ und nützlich. Bravo!

Christine Egerszegi-Obrist

Nationalratspräsidentin 07